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Brustvergrösserung mit Botox? Achtung!

Brustvergrösserung mit Botox? Achtung!

Der «Botox Boob Job»

Das Geschäft mit schönen Brüsten floriert. Entsprechend vielfältig sind die Methoden, die im Internet über Brustvergrösserungen kursieren. Neuste Falschmeldungen handeln von einem Verfahren, das «Botox Boob Job» genannt wird. Kein chirurgischer Eingriff unter Vollnarkose sei nötig – lediglich ein paar Spritzen würden genügen, und der Busen wirke gestraffter und voller. Um bis zu ein Körbchen könne die Brust vergrössert werden – also von A auf B oder von B auf C. Und so gehts: Das Nervengift Botulinumtoxin (kurz: Botox) wird dabei in den Brustmuskel injiziert. Der Eingriff dauert circa 30 Minuten. Schmerzen treten nicht auf, ausser durch die Injektionsstiche. Nebenwirkungen sind nur bei Über- oder Unterdosierung zu erwarten. Das Resultat hält drei bis maximal sechs Monate. Kostenpunkt in Deutschland: um die 1000 Euro.


Diese Versprechungen sind total unseriös

«Diese Versprechungen sind total unseriös», sagt Dr. Cédric George. Botox in den Pektoralmuskel (Brustmuskel) zu spritzen, könne nicht zu einem grösseren Brustvolumen führen. Bei einer Patientin mit ganz kleinen Brüsten und einer schlechten Haltung, sei es möglich, dass die Haltung durch eine Blockade der Pektoralmuskulatur besser wird und dadurch die Brust optisch etwas grösser und durch den Lifting-Effekt straffer erscheint. Das ersetze in keiner Weise eine konventionelle Brustvergrösserung, sei es mit Implantat oder mit Fett. Zudem sind die Kosten zweifellos sehr hoch für eine praktisch fehlende Wirkung.


Wichtig zu wissen

Der Pektoralmuskel ist ein wichtiger Muskel, den man im Alltag auch zum Bewegen der Schultern und Arme braucht. Diesen Muskel zu lähmen, kann schwerwiegend sein. Dies im Gegensatz zu kleinen Mimikfalten im Gesicht – wie zum Beispiel die Zornesfalte –, die nicht wirklich gebraucht werden.

Fazit: Der Wunsch nach einer Brustvergrösserung ohne chirurgischen Eingriff gehört ins Reich der Träume. Es sind unseriöse Anbieter auf dem Markt, die falsche Versprechungen machen. Man sollte sich ausschliesslich von Fachärzten für plastische und ästhetische Chirurgie beraten lassen.