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Busen to go? Achtung vor dem Insta-Busen

Busen to go? Achtung vor dem Insta-Busen

VORSICHT VOR DEM INSTA-BUSEN!

Der neuste Beauty-Hype aus den USA heisst Insta-Breast. Der 24-Stunden-Boob-Job gilt als DER Schönheitstrend. Auf den ersten Blick klingt es verlockend, den Busen mittels Kochsalzlösung für die Hochzeit oder eine grosse Party bis zu zwei Körbchengrössen zu tunen. Medien wie das «Friday»-Magazin, der Blonderblog oder der «Blick» haben das Thema aufgegriffen und kritisch kommentiert. Allerdings gibt es auch Magazine wie die deutsche «In Style», die einen Selbstversuch beim Initiator des Trends Dr. Norman Rowe mit positivem Unterton publizierte. «Dr. Rowe füllt von verschiedenen Winkeln punktgenau in die Stellen des Busens, wo noch mehr Volumen hin soll. Zuerst spritzt er auf B-Cup.– Ist mir zu klein. Dann auf einen kleinen C-Cup.– Die Grösse ist ideal. Ich wünsche mir aber noch ein bisschen mehr Volumen oben in der Brust: Dr. Norman Rowe injiziert nach. Perfekt!» Der Eingriff kostet immerhin 2500 Dollar.

Auch wenn das Party-Dekolleté im ersten Moment gar nicht so schlecht klingt, die Methode wird von Dr. Georg Noever als fragwürdig eingeschätzt. Der wichtigste Grund: Der Vorgang stresst das Gewebe, weil es durch die injizierte Flüssigkeit unnatürlich gedehnt wird. Dadurch können Spannungen und Schmerzen entstehen. Durch die Einstiche kommt es auch zu einer Schwellung, die im Normalfall wesentlich länger als der Busen auf Zeit hält. Bei mehrmaliger Anwendung besteht zudem das Risiko eines Hängebusens durch die übermässige Dehnung der Haut. Dann birgt so eine Prozedur, wie jeder medizinische Eingriff, die Gefahr von unerwünschten Nebenwirkungen: unkontrollierte Blutungen oder Infektionen durch unsachgemässe Handhabung.

Fazit: Angesichts der Risiken, der hohen Kosten und des kurzen Vergnügens ist der Instant-Busen auf Zeit fragwürdig. Für Frauen, die sich wirklich mehr Oberweite wünschen, macht die klassische Brustvergrösserung viel mehr Sinn.