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Mammografie mit Implantaten

Mammografie mit Implantaten

Leserfrage

Nach zwei Schwangerschaften und entsprechend langer Stillzeit habe ich mir vor drei Jahren eine Brustoperation mit Implantaten gegönnt. Zurzeit wird das Thema Brustkrebs in den Medien stark thematisiert, und ich habe mich entschieden, mich vorsorgehalber untersuchen zu lassen. Jetzt habe ich Angst, dass die Implantate das Ergebnis der Mammografie beeinträchtigen könnten. Sind meine Sorgen begründet?

Christina Minder*

 

Liebe Frau Minder

Ich kann Sie beruhigen. Grundsätzlich sind Brustimplantate kein Hinderungsgrund für eine Mammografie. Es gibt Untersuchungstechniken, die auf das Implantat Rücksicht nehmen. Machen Sie die Röntgenassistentin, welche die Mammografie durchführt, auf die Implantate aufmerksam. Falls Sie Unterlagen über die Art des Implantats und seine genaue Lokalisation haben, nehmen Sie diese mit.

Stellt sich bei der Beurteilung der Aufnahmen heraus, dass das Brustgewebe nicht gut genug abgebildet wurde, kommen weitere Untersuchungsmethoden in Betracht, wie etwa Ultraschall oder eine Magnetresonanztomographie (MRT). Auch wenn die Mammographie wegen Verhärtungen rund um die Implantate, einer sogenannten Kapselfibrose, schmerzhaft ist, sind diese Methoden eine Alternative.

Dr. Cédric A. George

* Name von der Redaktion geändert. Alle Anfragen werden anonymisiert.