Brustverkleinerung kann Brustkrebsrisiko senken

Nov 20, 2025
von Dr. med. Rosmarie Adelsberger

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Mehrere grosse Registerstudien aus Skandinavien zeigen konsistent: Frauen, die eine Brustverkleinerung durchführen liessen, erkrankten seltener an Brustkrebs als vergleichbare Kontrollgruppen. Die beobachtete Risikoreduktion liegt insgesamt bei etwa 30 % und reicht – je nach Alter und Nachbeobachtungszeit – bis zu rund 50 %. Wahrscheinlicher Mechanismus: Durch das Entfernen von Brustdrüsengewebe sind weniger potenziell entartungsfähige Zellen vorhanden.

Wie trägt die Gewebeuntersuchung zur Sicherheit bei?

Ein zusätzlicher Vorteil liegt in der histologischen Untersuchung des entfernten Gewebes. Dabei können Vorstufen oder krankhafte Veränderungen früh erkannt und behandelt werden. Diese frühe Diagnostik erhöht die Sicherheit unmittelbar nach der Operation, auch wenn sie die langfristige Krebsrate nur teilweise erklärt.

Was zeigen die wissenschaftlichen Studien im Detail?

In einer schwedischen Kohorte mit über 31’000 Frauen lag die standardisierte Inzidenzratio (SIR) bei 0.72 – rund 28 % niedriger als erwartet. Ein Langzeit-Follow-up bestätigte eine ähnliche Rate (SIR 0.71). Dänische Registerdaten zeigten teils stärkere Effekte bis 50 %, besonders bei Frauen über 50 Jahren. Neuere österreichische Analysen bestätigen den Trend, sind aber aufgrund der kleinen Fallzahl statistisch eingeschränkt interpretierbar.

Bedeutet eine Brustverkleinerung automatisch Schutz vor Brustkrebs?

Nein. Eine Brustverkleinerung ist kein präventiver Eingriff im eigentlichen Sinn und ersetzt keine regelmässige Vorsorge. Das individuelle Risiko bleibt bestehen. Mammografie oder Sonografie sollten gemäss den üblichen Empfehlungen weitergeführt werden – insbesondere bei familiärer Vorbelastung oder genetischer Prädisposition.

Welche Faktoren beeinflussen das Brustkrebsrisiko zusätzlich?

Das persönliche Brustkrebsrisiko hängt von mehreren Faktoren ab: Alter, Hormonhaushalt, Menopausestatus, Lebensstil, Körpergewicht und Genetik. Übergewicht gilt als Risikofaktor, da Fettgewebe Östrogene produziert. Viele Patientinnen berichten nach einer Verkleinerung über mehr Bewegungsfreiheit und Freude an Bewegung – was langfristig auch zu einem gesünderen Körpergewicht beiträgt.

Warum ist eine Brustverkleinerung dennoch doppelt sinnvoll?

Neben der möglichen Risikoreduktion verbessert der Eingriff häufig Haltung, Schmerzsymptomatik und Lebensqualität. Viele Frauen beschreiben ein neues Gefühl von Leichtigkeit und Aktivität. Damit wirkt die Operation sowohl körperlich als auch psychisch entlastend – und kann indirekt die allgemeine Gesundheit fördern.


Quellen
1. Boice JD Jr, Friis S, McLaughlin JK, et al. Cancer following breast reduction surgery in Denmark. British Journal of Cancer. 1997;75(2):258–262. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/9134250/
2. Hölmich LR, Boice JD Jr, Fryzek JP, et al. Breast Cancer Following Breast Reduction Surgery in Sweden. Plastic and Reconstructive Surgery. 2000;106(3):755–762. https://journals.lww.com/plasreconsurg/abstract/2000/09020/breast_cancer_following_breast_reduction_surgery.1.aspx
3. Fryzek JP, Ye W, Nyrén O, et al. A Nationwide Epidemiologic Study of Breast Cancer Incidence Following Breast Reduction Surgery in a Large Cohort of Swedish Women. Breast Cancer Research and Treatment. 2006;97(2):131–134. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/16328720/
4. Niepel A, Starlinger J, Guss M, et al. Influence of Breast Reduction Surgery on Long-Term Breast Cancer Risk in Austria. Breast Care. 2022;17(3):244–249. https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC9247527/

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