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Brust-OP in Lokalanästhesie? Hier ist Vorsicht geboten!

Brust-OP in Lokalanästhesie? Hier ist Vorsicht geboten!

Theoretisch sind Lokalanästhesien bei Brustoperationen möglich. Wir raten aber sehr davon ab, den gesamten Brustbereich lokal zu betäuben. Dazu muss man nämlich ca. zwölfmal pro Brustseite zwischen die Rippen stechen, um alle beteiligten Nerven zu betäuben. Da dies nicht nur aufwändig, sondern auch sehr schmerzhaft ist, muss die Patientin mittels eines Beruhigungsmittels via Infusion zusätzlich sediert, d.h. in einen Dämmerschlaf versetzt werden. Während der Operation ist sie also schläfrig und nicht bei vollem Bewusstsein, kriegt aber trotzdem einiges mit. Abgesehen von den erwähnten Unannehmlichkeiten besteht das lebensbedrohliche Risiko eines Lungenkollaps (Pneumothorax). Spritzt man nur 1-2 mm zu tief, kann dies somit sehr ernsthafte Folgen haben.

Da Lokalanästhesien vom Chirurgen selber durchgeführt werden, fallen für die Klinik zwar die Kosten für einen Anästhesisten weg. Während sich der Chirurg aber aufs Operieren konzentrieren muss, wird der Zustand der Patientin kaum überwacht. Das geht häufig gut, kann im Ausnahmefall aber katastrophal enden.

Im Breast Atelier werden aus diesen Gründen Brustoperationen immer in Vollnarkose durchgeführt. Mit modernsten Narkosemethoden, welche ausschliesslich von einem Facharzt für Anästhesie ausgeübt werden, ist das Komplikationsrisiko sehr niedrig. Die Narkosetechnik hat sich in den letzten 10 Jahren enorm weiterentwickelt und die Nebenwirkungen sind viel geringer als früher. Sowohl für die Patientin wie auch für den Operateur ist die Variante einer Vollnarkose komfortabler und sehr sicher.

Fazit:
Eine Brustoperation in Lokalanästhesie durchzuführen, birgt einige Gefahren und ist – wenn überhaupt – nur für die Klinik dank Kosteneinsparungen lukrativ.