« zurück zum blog

Bruststraffung nach der Stillzeit

Bruststraffung nach der Stillzeit

Leserfrage:

Ich habe vor sechs Monaten mein zweites Kind abgestillt. Jetzt haben meine Brüste an Form und Volumen verloren. Ich fühle mich mit meiner Oberweite unwohl und möchte etwas dagegen tun. Bin ich mit 28 Jahren noch zu jung für eine Bruststraffung?

Martina Koch*

 

Liebe Frau Koch

Grundsätzlich führen wir ästhetische Brustoperationen bei Frauen ab 18 Jahren durch. Das gilt auch für Bruststraffungen.

Ob Brüste nach dem Abstillen an Spannung und Fülle verlieren, hängt von dem Gewicht des Brustgewebes, dem Fettanteil im Brustdrüsengewebe und der Elastizität der Haut ab. Für Frauen, die sich nach dem Abstillen ihre Brustform und -grösse zurückwünschen, gibt es unterschiedliche Lösungen.

Wenn die Brust nach dem Stillen Volumen verloren hat, lässt sich Form und Grösse mit einem individuell angepassten Implantat wiedergewinnen. Es füllt die Brust auf und bringt auch eine etwas hängende Brustwarze wieder in die ursprüngliche Position.

Hat sich die Brustwarze stark nach unten verschoben, etwa weil die Haut nicht besonders elastisch ist, kann eine Straffung oder eine Lifting-Operation durchgeführt werden. Dabei wird überschüssige Haut entfernt und die Brustwarze neu platziert.

Je nachdem wie stark sich der Busen durch das Stillen verändert hat, bietet sich eine Kombination dieser beiden Methoden an: Ein Lifting der Brustwarzen mit gleichzeitigem Straffen der Haut und Einsetzen eines Implantats.

Bei jeder Schwangerschaft verändern sich die Brüste aufs Neue. Darum empfehlen wir, mit einer Bruststraffung bis nach Abschluss der Familienplanung abzuwarten. Auch, weil sich eine Bruststraffung auf die Stillfähigkeit auswirken kann. Ein leichtes Brustwarzen-Lifting oder ein Implantat beeinflussen die Stillfähigkeit jedoch nicht.

Vor jedem Eingriff wird übrigens ein ausführliches Beratungsgespräch geführt, denn es ist uns wichtig, dass Sie vollumfänglich informiert Ihre Entscheidung treffen. Bei diesem Gespräch werden Ihre Wünsche und die im individuellen Fall sinnvollen Operationstechniken besprochen.

Dr. Nicholas Waughlock