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Brustvergrösserung im Ausland? Achtung hier ist Vorsicht geboten!

Brustvergrösserung im Ausland? Achtung hier ist Vorsicht geboten!

Nach Polen, Ungarn, Tschechien oder in die Türkei unters Messer? Der Markt für Brustoperationen wird immer grösser. Kliniken und Ärzte aus dem Ausland werben intensiv und mit günstigen Preisen um Kundinnen aus der Schweiz. Teilweise werden die Angebote noch mit einem «all-inclusive»-Wellnessurlaub versüsst.

Eine Behandlung im Ausland sollte man sich aus diversen Gründen reiflich überlegen. Selbstverständlich gibt es hervorragende plastische Chirurgen gerade in Osteuropa, allerdings entsprechen die Klinikstandards noch nicht den Schweizer Vorschriften. Zudem brauchen ausführliche Beratung, Voruntersuchung, Operation und Nachsorge Zeit. Diese ist bei einer «Billig-OP» im Ausland nicht vorhanden. Ein weiteres Problem kann auch die Verständigung sein. Gerade wenn es um Fachausdrücke geht, wäre es sinnvoll, wenn man sich in der Muttersprache unterhalten könnte.

Wichtig zu wissen: Wenn eine Patientin mit dem Resultat nicht zufrieden ist und einen anderen Arzt in der Schweiz aufsucht, müssen diese Kosten aus der eigenen Tasche bezahlt werden. Nur bei medizinischen Komplikationen (z. B. Infektion, Nachblutung, Kapselfibrose) kann mit einer Kostenbeteiligung der Krankenkasse gerechnet werden, sofern die Behandlung in der Schweiz stattfindet. Wirklich schwierig wird es, wenn etwas gründlich schiefgeht. Seine Rechte im Behandlungsland einklagen zu müssen, ist sehr aufwändig und teuer.

Fazit: Es ist gut, sich zu vergegenwärtigen, dass eine Brust mit Implantaten kein kosmetischer, sondern ein medizinischer Eingriff ist. Risiken müssen einkalkuliert werden. Und nie vergessen: Die Gesundheit steht über allem!