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Plastischer Chirurg vs. Schönheitschirurg

Plastischer Chirurg vs. Schönheitschirurg

Grundsätzlich sagt der Titel Schönheitschirurg wenig aus, denn er ist nicht geschützt. Hinter diesem «Doktor» kann sich ein Kieferchirurg, Dermatologe, Allgemeinmediziner oder auch ein Arzt ohne jegliche Facharztausbildung verstecken. Schönheitschirurgie und kosmetische Chirurgie sind von den medizinischen Berufsverbänden nicht als Fachgebiete definiert und dürfen daher von allen in der Schweiz tätigen Ärzten angeboten und ausgeführt werden. Dass im Namen der Schönheit unbefriedigende Resultate erzielt werden, ist insofern nachvollziehbar.

Geschützt sind nur Titel wie «Facharzt für Plastische, Wiederherstellende und Ästhetische Chirurgie » mit dem Zusatz FMH. Dieser Titel bestätigt, dass der betreffende Arzt eine mindestens 6-jährige, häufig gar 10–12-jährige Weiterbildung durchlaufen hat. In dieser Weiterbildungszeit hat er die Planung und Durchführung aller geläufigen Eingriffe des Fachgebietes der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgie gelernt. Um den Facharzttitel schlussendlich zu erhalten, muss der Kandidat eine vorgeschriebene Mindestzahl von verschiedensten Operationen durchgeführt haben, eine schweizerische und eine europäische Facharztprüfung bestehen, Vorträge gehalten und Publikationen veröffentlicht haben. Der Titel garantiert auch, dass der Träger sich regelmässig an Kursen und Kongressen weiterbildet.

Fazit: Um der Schönheit willen sollte man sich nur von einem Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie FMH operieren lassen. Bei Faltenbehandlung können neben Plastischen Chirurgen auch Dermatologen oder ästhetische Mediziner Experten sein, wenn sie eine entsprechende Ausbildung haben. Allerdings sollte man sich auch hier gut informieren, wie viel Erfahrung ein Arzt hat.